Make.com vs. Zapier: Der große Automatisierungs-Vergleich
Beide Tools versprechen dasselbe: Apps verbinden, Prozesse automatisieren, Zeit sparen. Aber Make.com und Zapier unterscheiden sich deutlich in Preis, Komplexität und Möglichkeiten. Wir zeigen wer wann die bessere Wahl ist.
Was machen Automatisierungstools überhaupt?
Make.com (früher Integromat) und Zapier verbinden verschiedene Apps und Dienste miteinander – ohne Programmierung. Beispiel: Wenn ein neuer Lead im CRM ankommt, wird automatisch eine E-Mail verschickt, eine Aufgabe in der Projektmanagement-Software erstellt und der Vertrieb per Slack benachrichtigt. Alles automatisch, ohne dass jemand etwas klicken muss.
Solche Automatisierungen sparen in vielen Unternehmen Stunden pro Woche.
Zapier: Der Einstieg für alle
Zapier ist das ältere und bekanntere Tool. Die Stärke liegt in der Einfachheit: Automatisierungen (bei Zapier „Zaps" genannt) werden in wenigen Klicks erstellt, die Oberfläche ist intuitiv, und mit über 7.000 integrierten Apps ist das Ökosystem riesig.
Für einfache Verbindungen – „Wenn X passiert, dann mach Y" – ist Zapier kaum zu schlagen. Wer keine technischen Kenntnisse hat, ist hier am schnellsten produktiv.
Schwäche: Komplexere Logik wird schnell teuer. Zapier rechnet nach „Tasks" (ausgeführten Schritten), und bei vielen Automatisierungen summiert sich das. Der Preis ist im Vergleich deutlich höher.
Make.com: Mehr Power, mehr Kontrolle
Make.com ist visueller und mächtiger. Automatisierungen werden als grafische Flussdiagramme gebaut – man sieht genau was mit den Daten passiert. Das macht komplexe Szenarien möglich: Schleifen, Bedingungen, Fehlerbehandlung, Daten transformieren.
Für technisch affine Nutzer oder wenn Prozesse wirklich komplex sind, ist Make.com die bessere Wahl. Und es ist deutlich günstiger: Make rechnet nach „Operationen", nicht nach Tasks – und gibt viel mehr davon für denselben Preis.
Dazu kommt: Make.com hat Server in der EU und bietet AV-Verträge an – ein klarer Vorteil für DSGVO-sensible Unternehmen.
Direkter Vergleich
- Einstieg: Zapier einfacher, Make.com steiler
- Preis: Make.com deutlich günstiger (ca. 3–5x)
- Integrationen: Zapier mehr Apps (~7.000 vs. ~2.000)
- Komplexität: Make.com deutlich flexibler
- DSGVO: Make.com besser (EU-Server, AV-Vertrag)
- KI-Features: Beide integrieren GPT und andere Modelle
Was kostet es konkret?
Zapier: Kostenlose Version mit 100 Tasks/Monat. Starter ab ca. 20 €/Monat (750 Tasks), Professional ab ca. 50 €/Monat.
Make.com: Kostenlose Version mit 1.000 Operationen/Monat. Core ab ca. 10 €/Monat (10.000 Operationen), Pro ab ca. 18 €/Monat.
Für dieselbe Menge Automatisierungen zahlt man bei Make.com oft ein Drittel des Zapier-Preises.
Für wen ist was besser?
- Zapier: Einsteiger ohne technisches Hintergrundwissen, einfache Verbindungen, wer das riesige App-Ökosystem braucht
- Make.com: Alle die mehr als „Wenn X dann Y" brauchen, DSGVO-sensible Branchen, wer Kosten sparen will
Tipp: Mit Make.com anfangen
Wer neu in die Automatisierung einsteigt, empfehlen wir Make.com – trotz der etwas steileren Lernkurve. Der Preisvorteil und die EU-Server machen es für die meisten deutschen Unternehmen zur besseren Wahl. YouTube bietet Dutzende kostenlose deutschsprachige Tutorials.
Wer nur eine einzige einfache Verbindung braucht, kann auch mit der kostenlosen Zapier-Version starten.
Fazit
Beide Tools sind gut – aber für unterschiedliche Zielgruppen. Make.com gewinnt beim Preis und der DSGVO-Konformität, Zapier beim leichten Einstieg und der App-Auswahl. Für die meisten deutschen Unternehmen ist Make.com die sinnvollere Wahl.
Make.com und Zapier im Tool-Verzeichnis vergleichen.
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